Spinnengliedrigkeit beim Braunvieh
Allgemeines
Spinnengliedrigkeit (Arachnomelie) beim Braunvieh ist eine erbliche Erkrankung. Sie verursacht zu dünne, brüchige Röhrenknochen, scheinbar verdickte Gelenke, Verformungen des Schädels und Verkürzung des Unterkiefers. Die erkrankten Kälber sind meist Totgeburten. Bei der Geburt kann es zu Knochenbrüchen beim Kalb kommen, was zu einer Verletzung der Geburtswege des Muttertiers führen kann.
Ein internationales Forscherteam hat nun die verantwortliche Mutation gefunden und einen direkten Gentest entwickelt. In den 1980er Jahren traten die meisten erkrankten Kälber auf. Dies führte zum Zuchtausschluss vieler züchterisch wertvoller Stiere. Da die züchterische Selektion bislang nur auf der männlichen Seite erfolgte, gibt es ca. 3% Anlageträger in der aktuellen internationalen Braunviehpopulation. Mit dem neuen Gentest können Träger der Spinnengliedrigkeit zuverlässig erkannt werden. Gleichzeitig können die auf Grund von Pedigreedaten gesperrten Tiere (Nachkommen bekannter Anlageträger) getestet werden. Somit können mitunter genetisch wertvolle Rinder für die Braunviehzucht kontrolliert genutzt werden.
Unser Service
Aus dem eingesandten Probenmaterial wird die genomische DNA isoliert und der Bereich, in dem die Mutation liegt mittels PCR (Polymerasekettenreaktion) amplifiziert. Eine anschließende Sequenzierung der DNA zeigt, ob die Mutation vorliegt oder nicht.
Geeignetes Probenmaterial
Geeignete Probenmaterialien sind Typifix® Ohrgewebeproben, EDTA-Blut oder Sperma. Bitte beachten Sie unser Merkblatt "Anforderungen an das Probenmaterial".
Untersuchungsdauer
Die Untersuchungsdauer beträgt i. d. R. zehn Arbeitstage.
Preis
Auf Anfrage
Kontakt
AGROBIOGEN GmbH
Dr. Monika Leder
Diagnostik / Genotypisierung
Larezhausen 3
D-86567 Hilgertshausen
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