Schaf

Spider Lamb Syndrom (SLS)

Hintergrund

Das Spider-Lamb-Syndrom (SLS) ist eine genetisch bedingte Erkrankung des Schafes, die Skelettverformungen bei Lämmern verursacht. Sie können nicht laufen und müssen aus Tierschutzgründen getötet werden. Betroffen sind die Rassen Suffolk und Hampshire. SLS ist eine rezessive Erkrankung, das bedeutet, dass ein erkranktes Lamm beide veränderten Kopien der Erbinformation (das FGFR3-Gen) je von der Mutter und vom Vater geerbt haben muss, um zu erkranken (SS). Ein Tier, das nur eine defekte Kopie trägt (NS), erkrankt nicht, ist aber Anlageträger und kann bei Verpaarung mit einem Anlageträger erkrankte Nachkommen erzeugen.

Unser Service

Im Rahmen der Herdengesundheit sollte daher darauf geachtet werden, nur NN-Schafe bei der Zucht einzusetzen. Anhand eines Gentests kann bestimmt werden, ob ein Tier Erbträger der Krankheit ist. Bei der SLS-Genotypisierung wird das FGFR3-Gen (fibroblast growth factor receptor 3), das eine wichtige Rolle bei der Ausbildung des Skelettapparates spielt, untersucht. Mit dem Test wird festgestellt, ob die Probe keine, eine oder zwei Kopien des veränderten FGFR3-Gens enthält. Diesen Test können Sie bei uns in Auftrag geben.

Beim Schaf können wir die Untersuchung mit Gewebe-, Blut-, Tupfer- und Spermaproben durchführen. Bitte keine Haarproben!

Wichtige Dokumente

Das entsprechende Antragsformular finden Sie hier:

  pdfAuftrag zur Genotypisierung Schaf - SC (Scrapie) – MO (Mikrophthalmie) – SLS (Spider Lamb-Syndrom)

Wie Sie geeignetes Probenmaterial einschicken, lesen Sie bitte hier: 

pdfMerkblatt "Anforderungen an das Probematerial"