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Wir erweitern unser Angebot für Rinderzüchter um einen Test für Hornlosigkeit

Ab Januar 2020 können Sie uns Proben schicken zur Feststellung des genetischen Hornstatus bei Rindern. Der Test bestimmt Veränderungen im Erbgut von Rindern des friesischen und des keltischen Ursprungs, die die Ausbildung echter Hörner verhindern, und deckt somit europäische Milch-, Fleisch- und Zweinutzungsrassen ab. Wir akzeptieren alle gängigen Probenarten, die Sie möglicherweise bereits für die Bestimmung von Fleischmarkern oder Wagyu-Erbfehlern kennen. Hinweise dazu finden Sie unter Anforderungen an das Probenmaterial. Eine Probe für alle Tests (außer für BVDV) ist ausreichend. Verwenden Sie bitte unser erweitertes Auftragsformular Auftrag zur Genotypisierung Rind.

A2 Genotypisierung ab 01.11.2019 bei der Agrobiogen

Zur Unterstützung der Zucht reinerbiger A2-Tiere und des Aufbaus entsprechender Bestände bietet die Firma Bayern-Genetik seit einigen Jahren die A1/A2- Genotypisierung bei Rindern an. Das Service-Labor der Agrobiogen übernimmt nun ab 01.11.2019 die Tests in Absprache mit der Bayern-Genetik. Die züchterische Beratung erfolgt weiterhin durch die Bayern-Genetik. Durch die Spezialisierung im Rahmen der Zusammenarbeit beider Firmen profitieren Bestands- und Neukunden von einem günstigeren Preis der Analyse. Die Art der einzusendenden Proben, die Probenahme und der Versand bleiben gleich. Hinweise zu geeigneten Probenarten und zu den Anforderungen an die Probenqualität finden Sie unter Anforderungen an das ProbenmaterialSenden Sie die Proben zusammen mit dem vollständig ausgefüllten  Auftragsformular A2 und kappa-Kasein beim Rind an die Adresse der Agrobiogen.

Erfolgreiche Umstellung auf die aktuelle Norm DIN EN ISO/IEC 17025:2018

Agrobiogen GmbH hat ihr QM-System, das im Mai 2019 durch die DAkkS begutachtet wurde, erfolgreich auf die aktuell international anerkannte Norm DIN ISO/IEC 17025:2018 weit vor Ablauf der Übergangsfristen umgestellt.

Das Unternehmen kann zu Recht stolz auf seine Leistung sein, da es zu den ersten zehn Prozent der Laboratorien in Deutschland gehört, denen diese Umstellung bisher gelungen ist.

Die Agrobiogen setzt hier einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft.

Hier können Sie die Akkreditierungsurkunde und die entsprechenden Prüfverfahren einsehen.

Genotypisierung Scrapieresistenz bei Ziegen

November 2018

Schafe können unter bestimmten Voraussetzungen über Ländergrenzen hinweg verbracht werden. Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Tiere dahingehend gezüchtet werden können, dass sie eine stark verringerte Empfänglichkeit haben an Scrapie zu erkranken. Die Höhe der Empfänglichkeit bzw. Resistenz spiegelt sich in entsprechenden Genotypen im Prionprotein-Gen wider. Diese Genotypen können in Laboranalysen getestet werden. In der Regel wird beim Vorliegen des ARR/ARR-Genotyps (G1) eine Exportbescheinigung des Veterinäramtes ausgestellt. Für Ziegen benennt die EU-Verordnung Nr. 999/2001, die auf die Eindämmung und Kontrolle transmissibler spongiformer Enzephalopathien (TSE) zielt, keine Genotypen, die für eine Resistenzzucht berücksichtigt werden könnten, weil damals keine ausreichenden Forschungsergebnisse zur Verfügung standen. In den folgenden Jahren sind international Forschungsprojekte initiiert worden, auf deren Grundlage wir heute Ausprägungen (Allele) kennen, die auch in der Ziege das Risiko einer Scrapieinfektion deutlich senken und somit in der Resistenzzucht berücksichtigt werden können. Als am effektivstem bei vielen Rassen hat sich das Codon 222 im Prionprotein-Gen herausgestellt. Weitere vielversprechende Genorte sind die Codone 146 und 154, die teilweise stark rasseabhängig sind (siehe dazu „Scrapie Resistenz Ziege“). Wir gehen davon aus, dass inzwischen EU- bzw. Bundesbehörden an einer entsprechenden Verordnung zur Resistenzzucht arbeiten, die den innergemeinschaftlichen Ziegenhandel erlaubt und damit die Isolation von Herden/Populationen beendet. Dafür bieten wir einen Test für die Codone 222 und 146 an, ähnlich dem bekannten Test für Schafe. Obwohl nach unserem Kenntnisstand die in Mitteleuropa üblichen Ziegenrassen keine günstigen Allele im Codon 154 haben, können wir auf Kundenwunsch oder falls eine zukünftige Verordnung dieses Codon berücksichtigt ebenfalls den entsprechenden Test durchführen.

Falls Sie Fragen oder Anmerkungen dazu haben, zögern Sie bitte nicht sich bei uns zu melden:

Michael Karl

Tel.: +49 (0) 8250-92790-48

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Sind Sie an neuen Markern für die Qualität von Rindfleisch interessiert?

Oktober 2018

Für die Weiterentwicklung der Präzisionszucht/ marker-assisted selection von Fleischqualität

Fleisch von Wagyu- und anderen Fleischrindern ist wegen seiner reichen Marmorierung, seines Geschmackes und seiner Zartheit hoch geschätzt. Die Ausprägung dieser Eigenschaften bestimmt erheblich den Preis des Fleisches.

Fettzusammensetzung

Bei der Beurteilung der Qualität von Rindfleisch wird in der jüngeren Zeit den einzelnen Bestandteilen des Fettes mehr Beachtung geschenkt. Hauptbestandteile des Fettes sind die verschiedenen Fettsäuren. Ihr Verhältnis zueinander bestimmt maßgeblich die Qualität des Fettes und damit des Fleisches. Fett, das viele einfach ungesättigte Fettsäuren enthält, hat einen relativ niedrigen Schmelzpunkt, der gut für Geschmack und Zartheit ist. Außerdem haben diese Fettsäuren vielfältige gesundheitsfördernde Eigenschaften: Sie wirken sich positiv auf unser Herz-Kreislaufsystem aus, indem sie zum Bsp. das unerwünschte LDL-Cholesterin senken und die Insulinmengen und damit den Blutzucker kontrollieren. Des Weiteren reduzieren solche Fettsäuren das Risiko an bestimmten Krebsarten wie Darm- und Prostatatumoren zu erkranken.

Die Zusammensetzung der Fettsäuren im Muskelfleisch ist eine vererbbare Eigenschaft. Als züchterisch interessanter Marker bereits viel beachtet ist SCD. Der für andere Fleischeigenschaften bekannte Marker bGH bestimmt ebenfalls die Fettsäurezusammensetzung. Ein bisher vernachlässigter Marker betrifft das Enzym Fettsäuresynthase. Alle diese genetischen Marker haben einen sich ergänzenden Effekt auf die Zunahme verschiedener ungesättigter Fettsäuren, allen voran die aus Olivenöl bekannte Ölsäure (C18:1); gleichzeitig werden gesättigte Fettsäuren verringert. Wichtig für ihre Verwendung als Zuchtmarker ist auch, dass die für eine positive Fettsäurezusammensetzung förderlichen Markervarianten keine negative Auswirkung auf andere gewollte Eigenschaften wie Schlachtkörpergewicht, Rib eye-Areal, Marmorierungswert usw. haben. Bei Fleischrinderrassen sind für die Fettsäuresynthase mehrere Marker bekannt.

Marmorierung

Die Menge intramuskulären Fettes (IMF) spielt eine große Rolle bei der Bewertung von Wagyufleisch (Beef Marbling Standard 1 – 12). Sehr vergleichbar verhält es sich beim koreanischen Hanwoo-Fleischrind (1 – 9). Hohes IMF verbessert die Struktur, Saftigkeit und Zartheit des Fleisches. Für Rib eye-Steaks kann der Fettanteil bei der Rasse Japanese Black mehr als 50 % betragen, jedoch werden IMF-Anteile bis zu ca. 35 % hierzulande geschmacklich bevorzugt. Im Vergleich haben Deutsche Angus und Holstein-Friesian nur ca. 4,5 % IMF.

Bei der Vererbung von Marmorierungseigenschaften spielt das Rinderwachstumshormon bGH eine bekannte Rolle. Das Schilddrüsenhormon Thyroglobulin ist ebenfalls ein akzeptierter Marker für erhöhte Marmorierung vom Muskel und kann daher die züchterische Vorhersehbarkeit dieses Gesamtmerkmals weiter erhöhen.

Bei Interesse an neuen Markern wie Fettsäuresynthase und Thyroglobulin werden wir diese gerne in unser Angebot aufnehmen. Melden Sie sich bei uns!

Persönlich

Wir sind direkt per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Telefon und WhatsApp erreichbar, damit Sie schnell und ohne Umwege Antworten erhalten.

Flexibel

Wir priorisieren Ihre Proben bei Bedarf, damit Sie auch zeitkritische Termine sicher einhalten können.

Praxisnah

Wir unterstützen Sie bei der Einordnung der Ergebnisse, damit Sie die richtigen Folgeentscheidungen treffen können.

Agrobiogen GmbH
Larezhausen 3
86567 Hilgertshausen - DE

Tel.: +49 (0) 8250-92790-40
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Wir sind ein durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Prüfverfahren, sowie im Akkreditierungsbereich der flexibilisierten Prüfverfahren. Die Akkreditierungsunterlagen finden Sie auch unter  https://www.dakks.de/de/akkreditierte-stellen-suche.html - geben Sie die Registriernummer "D-PL-17830-02-00" in der Suchmaske ein.