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Hornlosigkeit

Hintergrund:
Neben wirtschaftlichen Beweggründen drängt die zunehmende Berücksichtigung des Tierwohls auf eine züchterische Ablösung des Enthornens von Kälbern. Bei dem angebotenen Testverfahren werden bei horntragenden Rinderrassen europäischen Ursprungs mehrere Veränderungen im Erbgut nachgewiesen, die mit natürlicher (genetischer) Hornlosigkeit assoziiert sind. Genetische Hornlosigkeit fußt bei diesen Rassen auf zwei eigenständigen Orten im Erbgut, die eine Abgrenzung des friesischen Ursprungs (wie die Rassen Holstein und Jersey) vom keltischen (Fleisch- und Zweinutzungsrassen) bedingen. Der bei diesen beiden Typen polled genannte Genort kommt in zwei Varianten vor: P (dominant für hornlos) und p (rezessiv für gehörnt). Die Dominanz der Hornlosvariante ist die Voraussetzung für den günstigen Umstand, dass eine Kopie (Genotyp P/p oder P/P) dafür ausreicht, dass keine Hornanlagen gebildet werden. Behörnte Rinder sind reinerbig für die rezessive Variante (Genotyp p/p).

Unser Service:
Da die Einkreuzung fremder Rassen in der Vergangenheit nicht immer sicher ausgeschlossen ist, werden bei unserem Test stets die Hornlosvarianten beider Typen untersucht. Als Probengewebe akzeptiert werden EDTA-Blut, kräftige Haarwurzeln aus der Schwanzquaste, Schleimhautabstriche aus dem Maul, Ohrstanzen und Spermaproben.

Wichtige Dokumente

Das entsprechende Antragsformular finden Sie hier:

pdfAuftrag zur Genotypisierung Rind

Wie Sie geeignetes Probenmaterial einschicken, lesen Sie bitte hier: 

pdfMerkblatt "Anforderungen an das Probematerial"

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